Der AHV-Ticker: Hier findest du die neuesten Updates!
15. Dezember 2025 um 16:00 Uhr
Warum ein höheres Referenzalter nicht «kurzsichtig» sondern nachhaltig und vernünftig ist
Im «Tages-Anzeiger» wird der Untergang der Generation X herbeigeschrieben. Ältere Menschen hätten auf dem Arbeitsmarkt keine Chance mehr, denn die Wirtschaft wolle sie nicht, deshalb sei die Rente in Gefahr. Doch ein Blick in die offiziellen Statistiken zeigt: Das Gegenteil ist der Fall. Noch nie waren ältere Arbeitnehmende so gut in den Arbeitsmarkt integriert wie heute.
Sorgenbarometer 2025: Die AHV ist Top-Sorge – jetzt braucht es Lösungen für alle Generationen
Wer wissen will, wie es um die AHV steht, muss nur ins UBS Sorgenbarometer schauen: Seit Jahren gehört die Altersvorsorge zu den grössten Sorgen der Bevölkerung, mitten zwischen steigenden Krankenkassenprämien und immer teureren Mieten. Der Handlungsauftrag ist klar: Jetzt braucht es Lösungen, die Generationen verbinden – nicht belasten.
Höhere Mehrwertsteuer und Abgaben sind keine Reform
Die Abstimmung über die 13. AHV-Rente war kein Mandat für eine Finanzierung ausschliesslich über neue Steuern und Abgaben. Präsident des Schweizerischen Arbeitgeberverbands Severin Moser skizziert in seiner Replik auf Bundesrätin Baume-Schneider, wie eine gerechte AHV-Reform aussehen müsste. Eine tragfähige Reform muss zwingend strukturelle Massnahmen umfassen, wie beispielsweise eine Schuldenbremse für die AHV. Denn die Schweiz benötigt eine Reform, die allen Generationen gerecht wird. Lies mehr dazu im Gastkommentar (Link im Bild).
26. November 2025 um 16:00 Uhr
Der Bundesrat verzögert weiter
Statt einer echten Reform hat der Bundesrat heute vage Leitlinien präsentiert – ein echter Reformvorschlag wird weiter auf die Lange Bank geschoben. Die bisher skizzierten Leitlinien lassen zudem vor allem zusätzliche Belastungen für Familienbetriebe, KMU und Selbstständige erwarten – die dringend nötige strukturelle Reform der AHV droht auf den St. Nimmerleinstags verschoben zu werden.
3. Oktober 2025 um 18:30 Uhr
Diana Gutjahr fordert unabhängige Studie zu Folgen höherer Lohnbeiträge
Mit einem Postulat fordert Nationalrätin Diana Gutjahr eine unabhängige Studie des Bundesrats über die Folgen höherer Lohnbeiträge – insbesondere für KMU, Mittelstand und junge Generation.
Erster Zwischenerfolg: Nationalrat legt Basis für einen ausgewogenen und fairen Gegenvorschlag zur nicht finanzierbaren Plafonds-Initiative
Der Nationalrat hat heute beschlossen, dass Ehepaarrenten neu nicht mehr plafoniert werden sollen – aber nur für Neurentnerinnen und -rentner. Bestehende Renten bleiben unangetastet. Im Gegenzug wird der Verwitwetenzuschlag für neue Renten abgeschafft. Das Geschäft geht nun in den Ständerat.
Der Ständerat hat sich für die Einsetzung einer unabhängigen Expertengruppe zur AHV-Reform 2030 ausgesprochen. Die Expertengruppe soll insbesondere aufzeigen, wie eine Erhöhung der Lebensarbeitszeit erreicht werden kann. Der Ständerat hat das Postulat von Fabio Regazzi (Die Mitte) gegen den Willen des Bundesrat überwiesen.
10. September 2025 um 18:45 Uhr
Nationalrat erteilt Vorschlag des Ständerats eine Abfuhr
Der Ständerat hatte die Finanzierung der 13. AHV-Rente zu einer massiven Ausbauvorlage aufgebläht: Höhere Lohnabgaben und die einseitige Abschaffung des Ehegattenplafonds hätten die erwerbstätige Bevölkerung stark belastet. Der Nationalrat stoppte diesen unverantwortlichen Kurs und korrigierte die Vorlage deutlich. Nur eine Schuldenbremse fand noch keine Mehrheit. Das Geschäft geht zurück an den Ständerat.
Die SGK-N übernimmt Verantwortung für die AHV und erteilt den unausgereiften Ausbauplänen des Ständerats eine klare Absage. Sie spricht sich gegen höhere Lohnbeiträge aus, die Arbeitnehmende und Unternehmen in wirtschaftlich angespannten Zeiten unnötig belasten würden. Auch der vorauseilenden Annahme der Ehegattenplafonds-Initiative, welche die AHV finanziell massiv unter Zusatzdruck setzen würde, erteilt sie eine Absage. Stattdessen legt die SGK-N die Grundlage für einen finanzierbaren und fairen Gegenvorschlag.
21. August 2025 um 14:00 Uhr
«Die AHV ist so gut wie saniert» – Keineswegs!
Neue Bundesprognosen zeigen ab 2026 wieder Defizite. Die 13. Rente schlägt zusätzlich mit über 4 Milliarden pro Jahr zu Buche, ihre Finanzierung ist ungelöst. Auch die Fondsreserven sinken unter die Zielgrösse. Von Entwarnung kann keine Rede sein – die AHV braucht strukturelle Reformen.
GLP-Nationalrat Patrick Hässig bringt Bewegung in die festgefahrene Debatte um den Ehepaar-Plafond: Sein Vorschlag kombiniert soziale Fairness mit finanzieller Vernunft – und stellt eine echte Alternative zur milliardenteuren Initiative dar.
Silberschmidt bringt Bewegung in die Reform der Witwenrente
Mit einem sachlichen Kompromiss zur Witwenrente zeigt FDP-Nationalrat Andri Silberschmidt: Faire, sozialverträgliche Lösungen sind möglich – wenn der Wille da ist.
Kris Vietze reicht Interpellation ein: Auswirkungen höherer Lohnbeiträge auf Erwerbstätige und Unternehmen
Die FDP-Nationalrätin warnt vor Mehrbelastungen durch höhere AHV-Lohnabgaben und Mehrwertsteuern. Diese verteuerten Arbeit, schwächten das Gewerbe und belasteten Familien. Vietze verlangt vom Bundesrat eine umfassende Analyse der volkswirtschaftlichen Folgen sowie eine Obergrenze für zusätzliche Abgaben.
12. Juni 2025 um 12:00 Uhr
AHV-Finanzierung: Vorschlag der SGK-S wackelt
Mehrwertsteuer rauf, Lohnprozente rauf – der Ständerat segnet das Konzept der SGK-S ab. Doch die Kritik ist massiv: Die Lösung belastet Erwerbstätige und Wirtschaft, schwächt die Standortattraktivität und greift riskant in die Reserven. Von echter Nachhaltigkeit keine Spur – strukturelle Reformen bleiben aus.
Arbeitgeberverband will Expertengruppe für AHV-Reform
Severin Moser erklärte in der SRF Tagesschau: Der Arbeitgeberverband fordert eine Expertengruppe, die ein flexibles Rentenalter nach Lebensarbeitszeit prüft. Dies soll eine nachhaltige und zukunftsfähige AHV-Reform zu ermöglichen.
18. Mai 2025 um 9:00 Uhr
Wer soll das bezahlen? Neue Sozialausgaben: Rechnung bis 16 Mrd.
Renten-Zulagen und weitere Projekte könnten den Staat jährlich bis zu 16 Mrd. kosten. Die Finanzierung bleibt unklar – Arbeitgeberpräsident Severin Moser warnt vor massiver Mehrbelastung für Wirtschaft und Gesellschaft.
Der Bundesrat will steigende AHV-Kosten allein über höhere Einnahmen decken. Strukturelle Massnahmen wie ein moderates Rentenalter bleiben tabu. Damit werden Probleme vertagt statt gelöst – eine nachhaltige Sicherung der AHV rückt in weite Ferne.
14. Mai 2025 um 10:00 Uhr
Patrick Hässig warnt vor AHV-Last für Familien
Der GLP-Nationalrat kritisiert höhere Lohnabgaben für die AHV: «So zieht man den Familien das Geld aus der Tasche.» Eine Abschaffung des Ehepaarplafonds lehnt er ab – sie koste die Junge Generation Milliarden. Für eine faire Finanzierung fordert Hässig stattdessen mehr Mehrwertsteuer und diskutiert Erbschafts- oder Vermögenssteuern.